Der Bergsee

Die Anfänge des Tourismus in Säckingen symbolisiert der Bergsee, seit dem Ende des 19.Jahrhunderts ein beliebtes Ausflugsziel aller Basler Bürger.

"So ging ich am Sonntagnachmittag wieder hinaus in den Wald, und am Fuß des Eggbergs liegt, im Tannendunkel versteckt, ein stiller, lauschiger Bergsee, an dessen Ufer setzte ich mich auf ein Felsstück und ließ die Gedanken allerhand träumerische Sprünge machen." Diese Zeilen schrieb im März 1850 der Wanderer Joseph Victor Scheffel, bevor der See von den Touristen entdeckt wurde. Der Bergsee war einst für das Gewerbe und die Industrie unentbehrlich. Er gehörte seit beinahe  200 Jahre zum Wassersystem des Heidewuhrs. das ist ein künstlich angelegter Kanal, der seit dem Mittelalter den Säckinger Gewerbebach speist. Da der Heidewuhr immer wieder bei Frost oder Trockenheit nicht genügend Wasser liefern konnte, entstand der Plan, ein zusätzliches Reservoir zu errichten.

Über 1802/03 ausgeführten Durchstich wurde der kleine See mit dem Heidewuhr und Schöpfebach verbunden und somit zu einem Wassersammler umfunktioniert,

Constantin Maier, der Säckinger Uhrmacher gilt als der Initiator des Bergsee-Tourismus. Er errichtete die erste Bergseewirtschaft  und gründete die Bergseeschifffahrt.

Von 1929 bis 1943 führte Wilhelm Raetz das Restaurant und „Waldcafe“. Zugleich war er Pächter des 1933 eingerichteten Strandbades.

Schon um 1900 kamen die Schlittschuhläufer hierher und wurden von Constantin Maier bewirtet.

(Quelle: Hochrhein-Verlag „Bad Säckingen- Stadt am Hochrhein“)