Au-Friedhof

Die Ballys

Armand Bally

geb. 25. Nov. 1851

gest. 30. März 1887

 

Anna Bally

geb. 11 Nov. 1851

gest. 28. August 1849

J. W. Ernst Bally

geb. 10 Sep. 1870

gest. 29. Sept. 1938

Albert Bally

geb. 10. Aug. 1866

gest. 9. Dez. 1926

 

Clara Bally-Mohl

geb. 4. Okt. 1872

gest. 14. Febr. 1936

 

Jean Bally-Kym

geb. 14. Mai 1814

gest. 11 Aug. 1893

Werner Bally

geb. 7. Okt. 1877

gest. 27. Sept. 1878

 

 

Otto Bally

Grossherzogl. Bad. Kommerzienrat

geb. 14. April 1839

gest. 17. April 1908

Helmuth Bally

Kriegsfreiwilliger i. 5. Bad. Inf. Regt. N. 113

3. Kompanie

geb. 2. Feb. 1895

gefallen bei Souchez (Frankreich)

am 21. Dezember 1914

 

Familie Bally

Familie Bally war eine Fabrikantenfamilie und stammt aus Solothurn in der Schweiz. 1835 wurde eine Seidenwarenfabrik errichtet. Später kamen noch weitere Fabriken dazu. Der Familie Bally gehörte einmal das Schloss in Bad Säckingen (heute das Stadtarchiv in Bad Säckingen).

 

Die Ballys

 

Johann Urban Otto Bally (1839 – 1908) zählte zu jenem erfolgreichem Fabrikantengeschlecht aus dem schweizerischen Schönenwerd (Aare), das in Säckingen mit seinen wirtschaftlichen Gründungen (Textilindustrie) und seinen kommunalen und kulturellen Leistungen eine ganze Epoche der Stadtgeschichte, die sogenannte "Ära Bally" geprägt hat. Otto Bally ist ein Sohn der Fabrikantenfamilie. Jean Bally und Rosalie Bally, geborene Kym, trat nach sorgfältiger kaufmännischer Ausbildung im In- und Ausland in das elterliche Unternehmen ein. Zum Beruf übernahm er öffentliche und gesellschaftliche Aufgaben. Seine besondere Vorliebe galt dem städtischen Feuerlöschen. Er war Mitbegründer der freiwilligen Feuerwehr und wurde später Ehrenkommandant. Die Leistungsfähigkeit seiner Mannschaft machten Säckingen-Wehr weit bekannt. 1896 wurde Bally Präsident des badischen Feuerwehrvereins.

Sein unermüdlicher Einsatz als langjähriges Mitglied des städtischen Amts, seine aktive Arbeit in wirtschaftlichen Kommunalen und kulturellen Anschlüssen sowie Vereinen wurde mit hoher Auszeichnung gewürdigt.

1896 verlieh im Großherzog Friedrich I. den Titel des großherzoglich badischen Kommerzienrat.

Mit seinem Tod 1908 verlor die Stadt Säckingen eine ihrer herausragenden Persönlichkeiten.

 

Familie Berberich

 

 

Philippine Berberich

geb. Hörnle

geb. 30. April 1839

gest. 20. Sept. 1919

 

Franz Xaver Hörnle

geb. 1. Feb. 1805

gest. 29. Dez. 1872

Theresie Hörnle

geb. Hirrlinger

geb. 17 Sep. 1798

gest. 20 Mai 1870

 

Frieda Berberich

geb. Bennholdt-Thomsen

geb. 13. Dez. 1863

gest. 27. Jan. 1896

 

Dr. Oskar Hüssy

geb. 04.08.1903

gest. 12.03.1964

 

 

Statue: H. Ruf. 1874

Thea Hüssy

geb. Berberich

geb. 13.09.1898

gest. 23.05.1994

 

Familie Berberich

Die Familie Berberich war eine Fabrikantenfamilie. Im heutigen Baugebiet Schöpfebachtal hatten sie eine Baumwollfabrik. Das Kulturhaus Villa Berberich war im Familienbesitz der Berberichs.

 

Villa Berberich - geschichtlicher Überblick

Das 110 Jahre alte Haus war über 60 Jahre lang im Besitz des Geschlechtes Berberich. Für rund 530 Gulden kaufte im Jahre 1867 Ignaz Berberich, ein Säckinger Bürger, Gründer der Weberei und Stoffdruckerei Berberich & Co., das Grundstück "Obere Flüh". Auf diesem ließ er 1874 die Villa erbauen, die dann jahrzehntelang der Familie Berberich als Domizil diente.

1935 vermietete Otto Berberich einige Räume der Villa an die Firma Mechanische Buntweberei Brennet. Als Untermieter zog der Fabrikant Carl Denk ein. Zwei Jahre später starb Otto Berberich. Die Villa kam unter die Verwaltung der Fabrikanten Großmann und Himmelsbach, Testamentsvollstrecker über den Nachlass von Otto Berberich. Sie verkauften das ganze Anwesen mit dem umliegenden Park für 110.000 Reichsmark an die Stadt Säckingen. Noch im gleichen Jahr wurde das 1. OG der Villa an das städtische Krankenhaus vermietet, Die 6 Wohnräume mit Küche und Badezimmer wurden dem Personal des Krankenhauses zur Verfügung gestellt. Carl Denk zog aus der Villa erst 1940 aus.

Nach der Renovierung des ganzen Hauses (1940/41) konnte im September 1941 die Innere Abteilung des Krankenhauses eröffnet werden. Der "Obere Kurpark", wie damals die Parkanlage um die Villa benannt wurde, war der Öffentlichkeit schon seit 1940 zugänglich. Das Haus nannte man jetzt "Parkkrankenhaus".

Nach dem 2. Weltkrieg erfuhr das Parkkrankenhaus zwei wichtige Umgestaltungen: 1949 wurde die Innere Abteilung neu errichtet, 1951 konnte die Bäderabteilung eröffnet werden. Mit Wirkung von 1.1.1965 wurden alle Abteilungen des städtischen Krankenhauses von damaligen Kreis Säckingen und nach dessen Auflösung von Landkreis Waldshut (1.1.1973) übernommen. Mit der Eröffnung des neuen Kreiskrankenhauses in Bad Säckingen im Jahre 1980 wurde der Betrieb der Inneren Abteilung im Parkkrankenhaus eingestellt.

Der traditionsreiche Name Villa Berberich bleibt auch nach der Renovierung und Neubestimmung als Kulturhaus der Stadt Bad Säckingen erhalten.

 

Peter Müller, Stadtarchivar

 

Quellenangabe:

Stadtarchiv (neben Minigolf), Zeitung

9:40 Aufriedhof Bad Säckingen

 

Schüler: Delphor, Schlageter, Strittmatter, Müller