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Alte Holzbrücke
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Wie die Mehrzahl der alten Brücken am
Hochrhein blickt auch die Säckinger Holzbrücke auf eine bewegte Vergangenheit
zurück. Lange vor der Zähmung des Stromes durch die Beseitigung von
Stromschnellen und der Anlage von Staustufen brauste der Hochrhein nach
Schneeschmelzen und Unwettern reißend durchs Tal. Oft waren die zerbrechlichen
Brückenkonstruktionen den Wassermassen nicht gewachsen und wurden ganz oder
teilweise mitgerissen. Zusätzlich richteten sich immer wieder kriegerische
Aktionen gegen die strategisch wichtige Verbindung.
Während diese landschaftstypischen Holzbrücken
in den Städten Basel, Rheinfelden oder Laufenburg schon lange verschwunden
sind, trotzt das Säckinger Bauwerk seit über 400 Jahren dem Rhein. Uni 1570
setzte man steinerne Pfeiler auf den Granitfels des Flussbettes und legte den
hölzernen Brückenaufbau darüber. 660 Festmeter Eichenholz galt es damals mit
dem Zimmermannsbeil zu Balken und Bohlen zu hauen.
Noch mehrfach gingen einzelne Joche der Brücke
in Flammen auf. Zwischen 1785 und 1803 schuf der bekannte Brückenbaumeister
Blasius Baldischwiler aus Laufenburg die heute noch bestehende Konstruktion. Sie
ist mit genau 200 Metern die längste gedeckte Holzbrücke in Europa. Infolge
der unterschiedlichen Flussbettbeschaffenheit zieht sich die Brückenachse
leicht abgewinkelt zum schweizerischen Ufer. Die Spannweite zwischen den
einzelnen Jochen beträgt 25-30 Meter.
Während des Baues des Rheinkraftwerkes
Säckingen (1960-64) erhielt auch die Holzbrücke neue Postamente. Betonkerne
mit Natursteinverblendung rüsten das alte Bauwerk für die kommenden
Jahrzehnte.
Seit dem Bau der neuen Fridolinsbrücke 1980 rollen keine schweren Räder mehr über die eicherne Fahrbahn. Fußgänger und Radfahrer genießen nun ungestört den Übergang über den Rhein und die prächtige Aussicht auf Stadt und Landschaft.