Im Norden der Stadt erhebt sich seit 1977 das Kurzentrum. Im Kurmittelhaus, dem größten Zentrum für Physiotherapie in der Region, findet man alle therapeutischen Einrichtungen wie Krankengymnastik, ambulante Rehabilitation für Knie- und Rückenschmerzen, Kälte-, Ergo-,
Elektrotherapie, Massagen, manuelle Lymphdrainage, Kneipp- und Fangoabteilung sowie vier Thermalbewegungsbäder mit insgesamt 628 qm Wasserfläche. Die medizinischen Leistungen sind von den Krankenkassen
anerkannt. Außerdem finden sich im Kurmittelhaus eine Gaststätte, ein Bistro und drei Kegelbahnen.
Die Rheumaklinik mit 220 Betten und die Park-Klinik mit 200 Betten sind auf die Behandlung des degenerativen, entzündlichen und Weichteilrheumatismus spezialisiert. Die Hochrheinklinik ist mit 200 Betten
europaweit als Schwerpunktklinik zur Diagnostik und Therapie von arteriellen
und venösen Gefäßerkrankungen anerkannt. Die Eggbergklinik mit
140 Betten hat sich einen Namen als überregionale Fachklinik für Lymphologie gemacht.
Die Klinik St. Marienhaus ist in der Zwischenzeit zu einem Schwerpunkt geriatrischer Rehabilitation geworden. Mit zwei Abteilungen, »Geriatrische Rehabilitation« und »Physikalische Therapie«, steht ein breites Therapieangebot für betagte und hochbetagte Patienten bei drohender Immobilität zur Verfügung.
Die heilkräftigen Quellen
Die heilkräftigen Thermen haben schon seit vielen Jahrhunderten den Menschen Heilung und Gesundung gespendet. Aus einem Bericht des Säckinger
Mönchs Balther im 10. Jahrhundert erfahren wir erstmals von ihrer Existenz. Auf der sogenannten "Badmatte" (nicht identisch mit der heutigen Badmatte), stand im Mittelalter ein Badhaus. Im 14. Jahrhundert errichtete man ein neues Gebäude auf dem nördlich gelegenen Areal, auf dem heute das moderne Thermalbad St. Marienbaus steht. Ursprünglich wahrte das Stift Säckingen seine Rechte an der Therme. Bereits im Mittelalter erscheint jedoch die junge Stadt Säckingen als Besitzerin des Bades. Zusammen mit dem St.
Vincentiusverein hat die Stadt Bad Säckingen 1986 die inzwischen als Heilquelle anerkannte Fridolinsquelle bei der Evangelischen Stadtkirche erschlossen und mit den Kurbetrieben verbunden. 1995 wurde durch eine Quellbohrung in der Dürerstraße hochmineralisiertes warmes Wasser erschlossen. Damit ist die Zukunft des Heilbades auf Dauer gesichert.
Rheintalzentrum
Auf dem Gelände des alten Schützenareals, am einstigen rechtsseitigen Rheinarm gelegen, ist das neue Rheintalzentrum, ein großes Geschäftszentrum mit wichtigen Versorgungsfunktionen für Stadt und Umland, entstanden. Der 1983 eröffnete Kursaal ist festlicher Rahmen für viele Veranstaltungen. Er beherbergt neben einem großen Saal Konferenzräume und die Kurverwaltung. Altengerechte Wohnungen geben eine Heimat mitten in der Stadt. Moderne Mietwohnungen runden die Vielfalt der Nutzungen ab.
Den Mittelpunkt des Platzes bildet die bronzene Stadtgeschichts-Stele des Schonacher Künstlers Klaus Ringwald.
Die gelungene und viel beachtete Harmonie zwischen neuzeitlicher Architektur und gewachsenem Altstadtbild hat Bad Säckingen um eine
Sehenswürdigkeit reicher gemacht.