Der Trompeter von Säckingen

„Behüt Dich Gott, es wär´ so schön gewesen...“

Wer kennt es nicht, das traurige Abschiedslied des Trompeters von Säckingen, das den Namen der Stadt weit über die Grenzen des Hochrheins hinaus bekannt gemacht hat? Joseph Viktor von Scheffel, der in den Jahren 1850/51 als Rechtspraktikant  am Bezirksamt Säckingen tätig war, hat dem Säckinger Bürger Franz Werner Kirchhofer und seine Gemahlin Maria Ursula von Schönau in einem „Sang vom Oberrhein“ ein literarisches Denkmal gesetzt. Die ungewöhnliche Verbindung zwischen einem Bürgerlichen und der Tochter aus dem Hause der Herren von Schönau hatte im 17. Jahrhundert großes Aufsehen und mancherlei Schwierigkeiten hervorgerufen. Die Eheschließung erfolgte außerhalb der Stadt an unbekanntem Orte.

Scheffel hat die Erinnerung an diese herausragende Persönlichkeit in dichterischer Freiheit zu seinem „Trompeter“ umgestaltet. 1884 schuf der elsässische Komponist Victor Nessler auf der Grundlage von Scheffels Epos die Oper „Der Trompeter von Säckingen“.

Das Modell zur einstigen Trompeter-Figur, eine kleine Bronzeplastik, schmückt jetzt die Freitreppenanlage des Schlosses Schönau. Vor dem Portal des alten Freiherrensitzes erhebt sich inmitten blühender Rondelle und plätschernder Brunnen das neue Trompeter-Denkmal.

Zum Schluss des allsonntäglichen Kurkonzerts (12.00 Uhr) im Schlosspark erklingt sein weithin bekanntes Lied.

(Quellen: Hochrhein-Verlag „Bad Säckingen-Stadt am Hochrhein“)